Das Dezibel ist keine absolute physikalische Einheit im klassischen Sinne, sondern eine logarithmisch definierte Hilfsmaßeinheit, die zur Angabe von Pegelgrößen wie dem Schalldruckpegel oder dem Schallleistungspegel herangezogen wird. Die für den Menschen relevante und in der Praxis genutzte Skala reicht von 0dB, was exakt auf einen Referenzschalldruck von 20 Mikropascal an der menschlichen Hörschwelle bezogen ist, bis hin zu etwa 140dB, wo die absolute Schmerzgrenze und die Gefahr akuter Gehörschäden beginnt. Die Einheit basiert etymologisch auf dem Bel, benannt nach dem Erfinder Alexander Graham Bell. Der immense Nutzen des Dezibels liegt in seiner Anpassung an die menschliche Physiologie. Es ist das zentrale Verständniswerkzeug, da es verdeutlicht, dass eine Pegelerhöhung um lediglich 10dB vom Menschen subjektiv als eine Verdopplung der Lautstärke empfunden wird, obgleich physikalisch bereits die zehnfache Schallintensität vorliegt. Dieses Wissen ist kritisch für die realistische Budgetierung von Lärmschutzmaßnahmen.
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