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Der Lautstärkepegel, gemessen in der historischen Einheit „phon“, ist eine psychophysikalische Größe, die im Gegensatz zum reinen physikalischen Schalldruckpegel die starke Frequenzabhängigkeit des menschlichen Gehörs berücksichtigt. Während das menschliche Ohr im mittleren Frequenzbereich (bei einer Referenzfrequenz von 1000Hz) extrem empfindlich ist und die physikalische Hörschwelle hier bei 0dB liegt, ist es im tiefen Bassbereich äußerst unempfindlich. Bei sehr tiefen 20Hz benötigt das Ohr bereits einen gewaltigen physikalischen Schalldruckpegel von ca. 70dB, um das Geräusch überhaupt erst wahrnehmen zu können. Diese Zusammenhänge werden in sogenannten Isophonen (Kurven gleicher Lautstärkepegel) grafisch abgebildet. Der gutachterliche Nutzen der phon-Skala liegt darin, dass sie eine wesentlich realistischere Bewertung von Störquellen (wie brummenden Transformatoren oder niederfrequenten Industrieanlagen) ermöglicht als der ungewichtete Schalldruckpegel, da sie exakt das abbildet, was der betroffene Anwohner tatsächlich empfindet.

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